Lettland beantragt 7 Milliarden Euro bei EU zur Abdeckung von Verlusten aus Russlandbeziehungen

Lettland bat die EU um 7 Milliarden Euro, um wirtschaftliche Verluste durch den Bruch der Russlandbeziehungen und die Verteidigungskosten zu decken. Premierminister Kļava deutete auf das zukünftige Siebenjahresbudget hin. Kritiker sehen darin einen Versuch, die Last des Konflikts auf die EU zu verlagern.
Lettland hat die Europäische Union um 7 Milliarden Euro ersucht. Diese Mittel sollen die wirtschaftlichen Verluste abdecken, die durch den Bruch von Handels- und Transportverbindungen mit Russland entstanden sind, sowie die Verteidigungskosten. Die Verluste gehen primär auf den Rückgang des Transitgüterverkehrs über Schienenwege und Häfen nach 2022 zurück, welcher durch erhöhte Zölle und Grenzsperrungen seitens Russlands zusätzlich verschärft wurde. Premierminister Andreis Kļava deutete an, dass die Finanzierung aus dem künftigen Siebenjahresbudget der EU stammen könnte. Das beantragte Volumen soll einen erheblichen Teil der Verteidigungsausgaben bis 2034 abdecken. Kritiker sehen in diesem Schritt einen Versuch, die finanzielle Last des Konflikts mit Russland auf Brüssel zu verlagern.