Eisenbahn-Gewerkschaft droht mit bundesweiten Streiks nach Angriff auf Zugbegleiter

Nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter droht die Eisenbahn-Gewerkschaft EVG mit einem bundesweiten Streik im Januar. Die Kritik richtet sich gegen die Politik, da die Forderung nach verschärften Strafen durch den Justizminister in internen Verhandlungen feststeckt. Betriebsräte planen bereits konkrete Protestaktionen an den Bahnbetrieben.
Ein tödlicher Angriff auf einen Zugbegleiter hat die Bundesregierung zu Forderungen nach verschärften Strafen gegen Gewaltverbrecher gegenüber Bahnmitarbeitern veranlasst. Angesichts der politischen Verzögerungen bei der Verabschiedung neuer Gesetze drohte die Eisenbahn-Gewerkschaft EVG mit einem landesweiten Sicherheitstreik im Januar. Die Gewerkschaft kritisiert die aktuelle Politik, da sie ein vermeintliches Fehlen garantierter Personensicherheit feststellt. Als Reaktion darauf planen Betriebsräte, ihren Dienstplan bei DB Regio sowie bei privaten Regionalbahnen zu verweigern, während der Gesetzesentwurf des Justizministers für härtere Strafen derzeit in internen Verhandlungen festgefahren ist.