Deutsche Zulieferer wandeln Kurs: Vom Automobilsektor zu Medizin, Robotik und Verteidigung

Deutsche Zulieferer verändern ihre Geschäftsfelder abseits des Automobilsektors, getrieben durch Wettbewerbsdruck und den EV-Trend. Sie fokussieren sich stattdessen auf Medizintechnik, Robotik und Verteidigung. Diese Neuausrichtung ist notwendig angesichts prognostizierter Jobverluste in der Automobilindustrie bis 2035.
Deutsche Zulieferer von Autoteilen vollziehen eine signifikante strategische Neuausrichtung und weichen vom traditionellen Automobilsektor ab. Dieser Wandel wird vor allem durch zunehmenden Wettbewerb und die Entwicklung hin zu Elektrofahrzeugen (EV-Trend) vorangetrieben. Angesichts dieser Entwicklungen suchen die Unternehmen aktiv nach Märkten außerhalb des Automobilbereichs.
Die Betriebe verlagern ihren Fokus auf wachsende Industriezweige wie die Medizin, die Robotik, den Weltraum und die Verteidigung. Konkret orientieren sich die Unternehmen beispielsweise an der Produktion von Komponenten für Herzschrittmacher, wie das Beispiel Sembach zeigt. Auch Schaeffler passt seine Technologie gezielt für die Bereiche Robotik und Verteidigung an.
Diese Transformation wird durch tiefgreifende Marktdynamiken bedingt. Neben dem globalen Wettbewerbsdruck spielt auch der Wandel hin zur Elektromobilität eine entscheidende Rolle. Die Auswirkungen sind erheblich: Bis zum Jahr 2035 werden in der deutschen Automobilindustrie mit einem Jobverlust von rund 125.000 Arbeitsplätzen gerechnet. Angesichts dieser Herausforderungen ist die Diversifizierung der Geschäftsfelder für die Zulieferer ein zentrales Überlebens- und Wachstumsanliegen.