Clifford Geertz: Ein vertiefender Beobachter der politischen Kultur

Clifford Geertz wandte sich später der politischen Kultur zu, besonders während seiner Zeit in Princeton. Sein Werk betont, dass das Verständnis des Politischen verschiedene Selbstbehauptungen einbeziehen muss. Diese Identitätsansprüche müssen als ernstzunehmende soziale Probleme und nicht als Irrationalität gewertet werden.
In seinen späteren Arbeiten verlagerte sich Clifford Geertz stark auf die Untersuchung der politischen Kultur, besonders während seiner Zeit am Institute of Advanced Study in Princeton. Diese akademische Phase führte zu einflussreichen Aufsätzen, die sich mit der Krise des späten 20. Jahrhunderts auseinandersetzten. Ein zentrales Element dieser späteren Betrachtungen ist die Definition des Politischen selbst. Geertz argumentierte, dass das Konzept des Politischen zwingend verschiedene Selbstbehauptungen – wie ethnische oder religiöse Identitäten – einbeziehen muss. Entscheidend dabei ist die daraus resultierende theoretische Forderung: Diese Selbstbehauptungen dürfen nicht als bloße Irrationalität abgetan werden, sondern müssen vielmehr als ernstzunehmende soziale Probleme betrachtet werden. Diese Perspektive markiert eine wichtige Verschiebung im Verständnis politischer Dynamiken.